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Verdacht auf STI – muss ich wirklich zum Arzt?

Verdacht auf STI – muss ich wirklich zum Arzt?

Sie hatten ungeschützten Sex oder es gab einen Kondom-Unfall beim Geschlechtsverkehr. Oder Sie haben erfahren, dass jemand, mit dem Sie intim waren, eine Geschlechtskrankheit hat. Und nun läuft das Kopfkino: Hab ich mich angesteckt? Muss ich zum Arzt? Was wird der alles wissen wollen. Und bleibt alles, was ich dem Arzt erzähle, wirklich vertraulich?  

Testen auf Geschlechtskrankheiten  

Beim Verdacht auf eine STI sollten Sie sich auf Geschlechtskrankheiten testen lassen. Solche Tests können u.a. beim Hausarzt bzw. bei der Hausärztin durchgeführt werden. Wer lieber anonym bleibt, kann sich auch testen lassen – oder zu Hause einen Geschlechtskrankheiten-Selbsttest durchführen.

Zögern Sie nicht zu lange 

Beim Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit hilft kein Zaudern. Warten Sie nicht lange und machen Sie zuerst einmal einen Test. Dann haben Sie schnell Gewissheit über eine Ansteckung und gegebenenfalls die Art der Krankheit. 

Warum sollte man eine Geschlechtskrankheit behandeln lassen? 

Zu den häufigen Geschlechtskrankheiten zählen Chlamydien, Genitalwarzen, Genitalherpes und Gonorrhö. Glücklicherweise lassen sich die meisten Geschlechtskrankheiten gut behandeln. Oft hilft bereits eine Salbe oder ein Antibiotikum. Und sollte vielleicht keine vollständige Heilung möglich sein, lassen sich zumindest die Beschwerden gut medikamentös behandeln. 

Potenziell schwerwiegende Folgen 

Problematischer ist es, wenn Geschlechtskrankheiten unbehandelt bleiben. Dies kann zu sehr unangenehmen Beschwerden führen oder sogar ernstere Konsequenzen nach sich ziehen. Schmerzen beim Liebesspiel zum Beispiel. Ebenso können dauerhafte Unfruchtbarkeit oder schwere Erkrankungen nicht ausgeschlossen werden. Im Falle einer unbehandelten HIV-Infektion besteht das Risiko einer fortschreitenden Entwicklung von AIDS, einer lebensbedrohlichen Krankheit. 

Nicht zu vergessen: Wer nichts gegen eine Geschlechtskrankheit unternimmt, kann jemand anderen anstecken. Und auch diese Person kann die Krankheit weitergeben … 

Es gibt also vieles, was für einen Test spricht und – im Falle einer Infektion – für eine Behandlung. 

Lassen Sie sich untersuchen 

Wussten Sie, dass sich jedes Jahr erstaunlich viele Menschen auf Geschlechtskrankheiten testen lassen? Sie brauchen nicht zu befürchten, dass Ihre Eltern von dem Grund Ihres Arztbesuchs erfahren. Oder irgendjemand anders. Schließlich unterliegen Ärzte der Schweigepflicht. 

Die ärztliche Schweigepflicht 

Ihr Hausarzt kann feststellen, ob Sie sich eine Geschlechtskrankheit zugezogen haben. Sie brauchen nicht zu befürchten, dass andere vom Grund Ihres Arztbesuchs erfahren, denn Ärzte unterliegen der Schweigepflicht. Das bedeutet beispielsweise, dass Ärzte nicht ohne die Zustimmung ihrer Patienten mit Dritten über deren Gesundheit sprechen dürfen.  

Geschlechtskrankheiten-Selbsttest 

Gehen Sie lieber nicht zum Hausarzt? Dann wäre vielleicht ein Geschlechtskrankheiten-Selbsttest etwas für Sie. Solche Tests können Sie diskret online bestellen. Mit einem Geschlechtskrankheiten-Selbsttest finden Sie selbst heraus, ob Sie sich mit einer STI/STD angesteckt haben. Der Vorteil? Sie führen den Test zu Hause durch, wann es Ihnen zeitlich passt. Ohne Arzttermin und potenziell peinliche Arztgespräche. Das Testmaterial schicken Sie an ein Labor. Nach wenigen Tagen können Sie das Ergebnis online abrufen und ggf. eine Behandlung auswählen. Bei einigen Selbsttests liegt das Ergebnis sogar schon nach wenigen Minuten vor. Für alle, die sich schnell und diskret Gewissheit wünschen, kann ein Selbsttest die ideale Lösung sein. 

Es gibt Selbsttests für bestimmte Geschlechtskrankheiten, wie den Chlamydien-Selbsttest und den Syphilis-Selbsttest. 

Warten Sie nicht länger und werden Sie aktiv. Wenn Sie tatsächlich eine Geschlechtskrankheit haben, empfiehlt sich eine baldige Behandlung. Fragen Sie einen Arzt oder eine Ärztin, welche Behandlung Sie brauchen. Und informieren Sie Ihren Sexualpartner, damit er oder sie die Krankheit nicht unwissentlich weitergibt.